Herzlich willkommen auf der Homepage der Naunhofer Stadtkirche

Ich grüße Sie mit dem Monatsspruch für den August und hoffe, dass die Worte aus der Apostelgeschichte 26,22 auch Ihrem Munde entstammen könnten:
„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.“

Gottes Hilfe erfahren, Zeuge sein – das sind große Worte. Dabei kommt das Erlebte manchmal ganz bescheiden daher, zum Beispiel so:

„Die Fünf lag vor mir wie ein Todesurteil. Um mich herum dröhnte der Jubel der anderen: Ich hab ne 2, ich hab ne 2… ne 1, ne glatte 1… Die Stimmen überschlugen sich, mein Tischnachbar streckte immer wieder die Fäuste triumphierend in die Luft. Ich guckte mich verstohlen um… „Die Arbeit ist hervorragend ausgefallen“, hörte ich die Stimme von vorn, „jede Menge Zweien und Dreien und nur eine Fünf.“ Nur eine Fünf. Eine Fünf nur, und die hatte ich. Ich sackte in mich zusammen, wurde noch kleiner als ich sowieso schon war. „Fang jetzt bloß nicht an zu heulen“, ich biss mir auf die Unterlippe und dann klingelte es irgend-wann und ich schlich nach Hause. Wir hatten Besuch. Auch das noch! Onkel Ernst war da, dieser Erfolgsmensch… ´n hohes Tier bei der Industrie, 500er BMW und so… Ich versuchte, mich sofort in mein Zimmer zu verdrücken, aber meine Mutter hatte gute Ohren und jetzt saß ich da und versank in dem braunen Sofa. Mein Alter sah gleich, dass etwas mit mir nicht stimmte; und ich wusste: langes Hinhalten zwecklos. Wortlos legte ich die Mathearbeit auf den Tisch. Aber bevor mein Vater reagieren konnte, hatte Onkel Ernst sich schon die Arbeit geschnappt und hielt sie in die Höhe. Und dann, dann sagte er was, das hab ich bis heute nicht vergessen: „Junge“, sagte er lachend, „Junge, ne Fünf in Mathe, davon hab´ ich ´n halbes Dutzend zu bieten. Einmal hat´s mich sogar die Versetzung gekostet. Aber im Nachhinein muss ich sagen: Das war das Beste, was mir passieren konnte! Wer in seinem Leben nie ´ne Fünf gehabt hat, wie will der denn später im Leben mit Niederlagen fertig werden? Sei froh über die Fünf und jetzt geh – und hier – kauf dir zur Belohnung ´n Fußball. Ach und noch was: Heute Abend, da lässte dir mal die Zeugnisse von deinem Vater zeigen – aus dem ist ja auch was Ver-nünftiges geworden. Du wirst schon sehen, warum…“ (Quelle: Jens Burgschweiger: Die Fünf)

Gottes Hilfe kommt zuallermeist sehr menschlich daher. Wenn nach Ferien und Urlaub nun die Zeit der neuen Herausforderungen kommt, dann rech-nen Sie getrost mit Hilfe von oben, erst recht wenn Sie mal gefühlt „ganz unten“ sind.

Im Namen aller Mitarbeiter grüße ich Sie und wünsche Ihnen segensreiche Begegnungen und Erlebnisse.
Ihr Pfarrer

Norbert George
 


Unsere Kantorin kommt am 1. Oktober!
als neue Kirchenmusikerin in Naunhof/Klinga/Erdmannshain möchte ich mich hier kurz vorstellen und bin gespannt auf gemeinsames Musizieren, Begegnungen, Gespräche, Gottesdienste, Konzerte und Projekte mit Ihnen.
Nach einer Ausbildung zur Paramentikerin und verschiedenen Zeiten des Kirchenmusikstudiums war ich lange als Kirchenmusikerin in Leipzig und zuletzt in Colditz tätig und konnte dort viele Erfahrungen sammeln.
Dem weiten musikalischen Arbeitsfeld stand für mich bisher immer das textilgestalterische, u.a. am eigenen Hochwebstuhl, ergänzend gegenüber. Meine Begeisterung gilt sowohl der Musik, der Arbeit mit Menschen, als auch den alten textilen Handwerkstechniken und vielem anderen mehr.
Auf ein Kennenlernen in den musikalischen Kreisen der Gemeinden und zu Gottesdiensten und Veranstaltungen freut sich
 
Ihre Cornelia Schneider.