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Was auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, hier sind zwei berühmte Deutsche auf engstem Raum beieinander: Friedrich Schiller, dem zu Ehren einst ein Gedenkstein gesetzt wurde und nach dem die ganze Fläche als Schillerpark bezeichnet wird - und Martin Luther, dem zu Ehren am 18. Mai hier eine Lutherlinde gepflanzt wurde. Herr Volker Tara, Inhaber der Firma TARA Teich & Garten, hat den Baum gespendet und, wie auch schon die Lutherlinde in Fuchshain, durch seine Mitarbeiter pflanzen lassen. Herr Bürgermeister Volker Zocher sprach dankende Worte, auch an die Kirchgemeinde, denn der Schillerpark einschließlich des Spielplatzgeländes in der Schulstraße ist Eigentum der Kirchgemeinde. Er war ursprünglich Naunhofs zweiter Friedhof und wurde nach seiner Entwidmung an die Kommune verpachtet. Da der Pachtvertrag schon lange nicht mehr zeitgemäß ist und der Pachtpreis von jährlich 1,50 Euro für die gesamte Fläche schon lange nicht mehr dem tatsächlichen Wert entspricht, hat der Kirchenvorstand den Vertrag gekündigt mit der Absicht, einen neuen Pachtvertrag mit der Kommune abzuschließen oder auch einen geeigneten Flächentausch vorzunehmen. Die Durchführung des Kartoffelfestes, das den Schillerpark nutzt, bleibt davon unberührt.

Im Baumbestand des Schillerparks wurden fünf alte Linden, deren Standsicherheit gefährdet war, gefällt. Gemeinsam mit Frau Anja Gaitzsch, die als Naunhofer Kulturwerkstatt-Chefin das Kartoffelfest organisiert, Frau Evilyn Oehmichen, die im Naunhofer Bauamt für die Bäume im Stadtgebiet zuständig ist und Herrn Torsten Hoppe, unserem Kirchenvorstandsvorsitzenden, habe ich daraufhin geeignete Pflanzstellen für neue Bäume festgelegt. Das einzige, was noch fehlt, sind die neuen Linden, besser gesagt die Naunhofer, denen das Stadtgrün, speziell der Schillerpark am Herzen liegt und die einen Baum spendieren. Der Preis für eine Winterlinde beträgt 300,- Euro. Im großen Jubiläumsjahr der Reformation werden überall im Land Linden gepflanzt. Es wäre ein hoffnungsvolles Zeichen, wenn wir den Schillerpark als Lutherlindenpark gestalten und im Oktober die Bäume pflanzen. An einer Stelle sind beide Namensgeber schon brüderlich („Alle Menschen werden Brüder“ - Schiller) und nach bestem Wissen und Gewissen („Das Gewissen ist ein ewig Ding, das nimmer stirbt.“ - Luther) vereint. Warum nicht auf der ganzen Fläche? Der sich ausbreitende Geist der Brüderlichkeit und des guten Gewissens wird uns allen gut tun.

Im Namen aller Mitarbeiter
Ihr Pfarrer

Norbert George

„Die Linden-Lüfte sind erwacht
Sie säuseln und weben Tag und Nacht.“ (frei nach Ludwig Uhland)