Herzlich willkommen auf der Homepage der Naunhofer Stadtkirche


„Herbstzeit ist Pflanzzeit." In immer mehr Vorgärten allerdings werden Stauden und Büsche von Kies und Schotter abgelöst. Gartenbesitzer erhoffen sich weniger Arbeit damit. Doch um diese Steinschütten unkrautfrei zu halten, müssen sie mit Giften gespritzt werden. Bienen und Schmetterlinge finden darin keine Nahrung. Die „Stiftung Gartenkultur“ und ihr Förderverein werben unter dem Motto »Entsteint Euch!«, solche Steinwüsten rückgängig zu machen. Auf ihrem Gelände mit dem „Steine-Fresser“ wächst unterdessen ein Kiesberg: Wer seinen Garten entsteint und eine kleine Menge der Steine auf das Gelände der Stiftung bringt, erhält eine Portion Bodenaktivator und Gründünger zur Wiederbelebung des Bodens geschenkt.

Ob Kiesgärten oder Kieswüsten, sicher ist, wenn die „Steinepest“ im Garten wütet, verschwindet das Grün und mit ihm das Leben: Vögel, Bienen, Schmetterlinge und all die anderen nützlichen kleinen Krabbler auf und in der Gartenerde. Auch Sauerstoff wird auf diesen lebensfeindlichen Flächen nicht mehr produziert: Im Sommer kann keine kühlende Verdunstungskälte angenehmes, hausumgebendes Mikroklima erzeugen und im Winter fehlt wärmender Windschutz.“

Der Verein “Förderer der Gartenkultur e.V.“ begegnet diesem besorgniserregenden und lebens- und sinnenfeindlichen „Trend“ der pflanzenlosen Gärten mit der Aktion „Entsteint Euch!". Lange schon macht sich die „Steinepest“ auch auf Gräbern breit. Mit Kultur oder gutem Geschmack haben diese Kies-Schüttungen nichts zu tun, allenfalls mit dem Wunsch, den Pflegeaufwand zu verringern. Je mehr Gräber auf diese Weise ihr Grün verlieren, umso weniger scheinen Menschen zu bemerken, was sie damit eigentlich tun: die verstorbenen Familien-angehörigen werden quasi nachträglich „gesteinigt“ oder „in der Wüste beerdigt“. Lebendige, grüne, blühende Gräber sind das Markenzeichen der christlichen Auferstehungshoffnung. Aber es scheint eine neue Steinzeit im Vorrücken zu sein.

Egal ob auf Gräbern oder in Vorgärten, die Steinepest lässt tief blicken und ist eine Beleidigung für das Auge jedes Betrachters. Wenn Sie also Ihren verstorbenen Angehörigen, sich selbst, den Besuchern des Friedhofs, den Passanten vor Ihrem Haus und natürlich der Schöpfung selbst etwas Gutes tun wollen, dann verwandeln Sie tote Steinschüttungen wieder in lebendiges Grün. Es lohnt sich. Positive Anregungen finden Sie unter www.foerderer-der-gartenkultur.de, negative Beispiele unter dem Stichwort "Gärten des Grauens".

Ich grüße Sie im Namen aller Mitarbeiter mit einem der ersten Sätze der Bibel, 1.Mose 1,11:
„Gott sprach: Die Erde lasse junges Grün aufgehen, samentragende Pflanzen und fruchtbare Bäume, ein jedes nach seiner Art… Und Gott sah, dass es gut war.“

Im Namen aller Mitarbeiter
Ihr Pfarrer
Norbert George