Herzlich willkommen auf der Homepage der Naunhofer Stadtkirche

Hat Martin Luther beim Besuch seines Freundes Johann Pfeffinger der Erdmannshainer Kirche persönlich einen Besuch abgestattet? Oder nicht? Diese zwischen Historikern und Erdmannshainern umstrittene Frage kann im Jubiläumsjahr der Reformation eindeutig beantwortet werden. Der Naunhofer Holzbildhauer Günther Schumann hat eine Luther-Büste geschaffen, die am Reformationstag ihre Heimstatt in der Radwegekirche Erdmannshain finden wird. Luther wird damit sogar dauerhaft zu Gast sein.

Auf der Grundlage eines Kupferstiches hat Herr Schumann auch Christoph Gottfried Ungibauer in Holz portraitiert. Seine Büste wird am 05.11.2017, dem Naunhofer Kirchweihsonntag, in der Stadtkirche ihren Platz finden. Unser Titelbild zeigt, wie die beiden Herren von Max Kuhrmann und Robin t´Hart in der Christenlehre auf Händen getragen werden.

Für den 500. Reformationstag haben sich unsere Kirchenvorstände ein besonderes Programm ausgedacht. Wir machen uns (wer kann und mag mit Fahrrädern) auf den Weg von Klinga über Naunhof nach Erdmannshain:

9:00 Klinga
Luthers Morgensegen, Lutherbaumpflanzung vor der Kirche
Frühstück mit Reformationsbrötchen

10:30 Naunhof
Segnung der frisch gepflanzten Lutherlinden im Schillerpark
anschließend Einweihung des Gemäldes „Abendmahl der Reformatoren“
(Teilkopie des Cranach-Gemäldes, 1952 von Albert Major geschaffen) in der Stadtkirche

12:00 Erdmannshain
Lutherbaumpflanzung vor dem Friedhof
Einweihung der von Günther Schumann geschaffenen Lutherbüste,
„Luther trifft Jazz“ mit Scotty Böttger & Ulrich Thiem
Mittagsimbiss mit Erbsensuppe und Lutherbier
(Das ursprünglich 18:00 geplante Konzert in der Stadtkirche entfällt.)
 
Ein Jahr nach der Großen Visitation unserer Kirchgemeinden gab es eine Nachbesprechung derselben. Dabei kamen das große Engagement der Mitarbeiter und vieler aktiver Gemeindeglieder lobend zur Sprache. Natürlich wurden auch die auf uns zukommenden Herausforderungen angesprochen. Dies betrifft hauptsächlich die zurückgehenden Gemeindegliederzahlen. Immerhin ist der Gottesdienstbesuch dabei konstant geblieben. Durchschnittlich haben die Gottesdienste in Naunhof 50, in Klinga 18, in Erdmannshain 18 Teilnehmer. Dass wir künftig enger mit den Nachbargemeinden zusammenarbeiten werden, steht außer Frage. Ich bin sicher, geeignete Strukturen werden wir finden. Ein Schritt in diese Richtung wird sein, dass Cornelia Schneider, unsere neue Kantorin, auch den Kirchenchor in Otterwisch leiten wird. Wir wollen uns Probleme nicht schönreden. Wir wollen sie als Herausforderungen mit Optimismus annehmen.
 
„Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignierten, eine Kraft, den Kopf hochzuhalten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner lässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt.
Es gibt gewiss auch einen dummen, feigen Optimismus, der verpönt werden muss. Aber den Optimismus als Willen zur Zukunft soll niemand verächtlich machen, auch wenn er hundertmal irrt.
Er ist die Gesundheit des Lebens, die der Kranke nicht anstecken soll. Es gibt Menschen, die es für unernst, Christen, die es für unfromm halten, auf eine bessere irdische Zukunft zu hoffen und sich auf sie vorzubereiten. Sie glauben an das Chaos, die Unordnung, die Katastrophe als den Sinn des gegenwärtigen Geschehens und entziehen sich in Resignation oder frommer Weltflucht der Verantwortung für das Weiterleben, für den neuen Aufbau, für die kommenden Geschlechter.
Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.
Dietrich Bonhoeffer
(Quelle: Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 36)
 
Ich grüße Sie im Namen aller Mitarbeiter mit Dietrich Bonhoeffers Optimismus und wünsche Ihnen, dass Sie ihn sich zu Eigen machen bzw. ihm täglich kräftig Nahrung geben.
Ihr Pfarrer
Norbert George
 
Zwei Tipps kurz vor Redaktionsschluss:
Am Sonntag, dem 12. November feiern wir, frisch organisiert von Cornelia Schneider, einen Kantaten-Gottesdienst mit der Kantate "Ich habe genug" BWV 82  von J. S. Bach. Es musizieren Mitglieder des Thomasiusconsorts und Gäste. Tenor: Dietrich Barth
Es sind Spenden für die Pflanzung von 4 Linden im Schillerpark eingegangen.
Einen herzlichen Dank den Spendern und Baumfreunden! Und:
Es ist noch Platz für einen weiteren Baum.